Internet-Identität anonymisieren: CyberGhost-Software – Teil2

Wie anonymisiere ich meine Identität im Internet?

In diesem Teil möchte ich zeigen, wie man die Identität im Internet verwischen kann und damit sogar ganz bequem Youtube-Sperren umgehet. Dabei konzentriere ich mich auf eine fest zu installierende Software ‚CyberGhost‘. Diese macht es überflüssig Proxyserver zu suchen und selber einzustellen. Zudem bringt diese eine wesentliche Verbesserung der Verbindungsgeschwindigkeit.

Part 2: Hide my Ass @ Web

Part 2: Hide my Ass @ Web

Im vorherigen Part bestand das Problem, dass die Methode nur browserbezogen funktionierte. Das heißt, dass alle Arten von Software – welche ihren Internetzugriff selber regeln – weiterhin die wahre Identität (IP-Adresse) verwendet haben. Das betrifft Emailprogramme, Streamingsoftware, festinstallierte Onlinespiele, Musikplayer, Downloadprogramme und so weiter.

Wie wäre es denn, wenn es eine Software gäbe, die generell deine Identität verschleiert? So könnte ich jeden Browser benutzen, ohne vorher einen Proxyserver einzurichten. Emails könnten von einem anonymen Absendeort verschickt werden und der regionalen Werbung könnte man auch ein Schnippchen schlagen. Diese Methode, im Vergleich zu Teil 1 , eignet sich hervorragend für einen dauerhaften und anonymen Internetaufenthalt. Denn hier möchte ich eine wirklich schnelle Alternative vorstellen.

Vorab starte ich nochmals den Appell, entgegen der Narrenfreiheit. Wenn man die eigene IP-Adresse verschleiert, heißt das nur, dass diese nicht beim Betreiber des Onlinedienstes – welchen man nutzen möchte – ankommt. Jedoch wird die eigene IP-Adresse zumeist beim Proxyserverbetreiber zwischen gespeichert. Der Dienstbetreiber kann darauf nicht zugreifen, jedoch wenn ein Strafdelikt entsteht, kann die zuständige Behörde die Daten abfragen!

Step 1: eigene Identität prüfen – gesperrtes Youtube Video finden

Utrace - Standort ermitteln ohne Proxyserver


Utrace – Standort ermitteln ohne Proxyserver

Als erstes fragen wir nach, wo sich unser Providerknoten befindet und welche unsere eigene IP-Adresse ist. Der Knotenpunkt schickt dich letztendlich direkt ins Internet und bis dahin kann man deine Spur immer nachvollziehen. So reicht dieser auch deine Kennung/Identität (IP-Adresse) weiter. Die Daten kann man vollautomatisch abfragen:

Carly Jepsoen - Call me maybe - YouTube-Sperre

Carly Jepsoen – Call me maybe – YouTube-Sperre

Um später einen WOW-Effekt zu erhaschen, habe ich ein – in Deutschland gesperrtes – Video bei Youtube raus gesucht:

Step 2: CyberGhost-Software einrichten

Die Software ist soweit kostenlos und kann frei verwendet werden. Die Vorteile eines Abos und damit einer kostenpflichtigen Version erläutere ich später.

Lade die Software runter und installiere sie. Danach musst du dich registrieren, jedoch recht unverbindlich. Hier geht es nur um einen Benutzernamen und ein Passwort. Eine Emailadresse und deren Bestätigung wird nicht benötigt.

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Step 3: CyberGhost starten und Identität verschleiern

CyberGhost - ohne Proxy-Verbindung

CyberGhost – ohne Proxy-Verbindung, Bild: © CyberGhost

Klicke auf den Reiter „Verbinden“ und dann auf „Verbindung mit dem VPN-Netzwerk herstellen“. Wähle „Free-Verbindung herstellen“. Jetzt dauert es eine kurze Zeit, es wird Werbung eingeblendet. Warte bis die Sekunden in der Reklameeinblendung herunter gezählt sind. Der GHost verbindet dich automatisch und zufällig mit einem Server irgendwo in Europa (im Abo kann man den Server selber wählen).

CyberGhost - mit Proxy-Verbindung

CyberGhost – mit Proxy-Verbindung, Bild: © CyberGhost

Jetzt sollte sich auch zusätzlich deine Firewall melden, da diese bemerkt, dass du dich in ein anderes Netz einwählst. Wenn du letzteres Bild siehst, bist du korrekt verbunden.

Step 4: Prüfen der Identität und des Youtube-Videos

Utrace - Standort ermitteln mit Proxyserver

Utrace – Standort ermitteln mit Proxyserver

Als erstes prüfen wir wieder unseren eigenen Standpunkt, über die bekannte Adresse:

Carly Jepsoen - Call me maybe - ohne YouTube-Sperre

Carly Jepsoen – Call me maybe – ohne YouTube-Sperre

Als nächstes probieren wir das Youtube-Video zu öffnen.

Ich habe das Video auf mehreren Proxyservern getestet. So hat das für Niederlande, Italien, Rumänien und Ungarn funktioniert. Witzig war dabei, dass die Youtube-Werbung dann auf Holländisch bzw. Italienisch usw. war.

Auf dem Server in Finnland, Schweden, Irland und Luxemburg hat der Test nicht funktioniert. Utrace zeigt zwar den Standpunkt im jeweiligen Land an, jedoch erscheint die Werbung und auch der Text bei Youtube in Deutsch, ebenfalls mit Sperre. Auch das löschen sämtlicher Cookies und temporären Dateien hat nichts bewirkt. Meine Vermutung ist, dass es – wie in Teil 1 beschrieben – sich dort um Server handelt, welche die original Kennung durchreichen. Das heißt, wir werden öffentlich mit der Proxy-IP angezeigt, jedoch ist die originale Kennung ebenfalls bekannt!

Zum anderen kann es sein, dass man mit Proxyservern verbunden wird, welche mit nicht unterstützten (jeden falls in der Free-Version) Protokollen funktionieren. Dem muss ich noch genau nach gehen.

Vorteile eines Abos:

Nach aktuellem Stand (18.02.2013) kostet das Premium-Abo pro Jahr 49,99  €. Jedoch gibt es immer wieder Angebote bei dem die Software für 29,99 € pro Jahr angeboten wird.  Vorteile sind dabei, dass man kein limitierten Traffic hat, die Geschwindigkeit nicht beschränkt ist und sämtliche Internetprotokolle (Open VPN, L2TP/IPSec, PPTP) unterstützt werden.

Es gibt auch noch das „Premium Plus“-Paket. Dieses unterscheidet sich zum einem im Preis 79,99 € (Angebot 49,99 €) und zum anderen erwirbt man damit fünf Lizenzen (im Premium-Abo ist eine Lizenz enthalten). Das heißt, man kann die Software auf fünf Endgeräten gleichzeitig betreiben.

MrKnowing

Programmierer und Wissensnerd! Kontaktiere mich auf Google+ oder einfach per Mail danny@mrknowing.com

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