Was sind Opportunitätskosten?

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Heute im Discounter – wo sonst – kam mir die grandiose Idee wie man Opportunitätskosten erklären kann. Dazu sind mir zwei, so wie ich finde, exzellente Beispiel eingefallen.

auch: Alternativkosten, Verzichtskosten, Schattenpreis

Opportunitätskosten

Opportunitätskosten im Discounter

Seit Jahren schlage ich, so wie sicher viele andere auch, meine ganz persönliche Schlacht im billig Supermarkt. Da ich keine konkreten Namen nennen möchte nennen wir meinen Discounter des Vertrauens einfach “B”enny.

Um die Situation bildhafter zugestallten, ich rede von Benny-Supermärkten in Großstädten. Diese kleinen engen, wo sich das Obst und Gemüse auf dem Boden sammelt; sich grundsätzlich eine – nach Bier und Cola riechende – Klebespur durch die Getränkeabteilung zieht; bei denen die Gänge so konstruiert sind, dass maximal ein Einkaufswagen und eine Magersüchtige im Seitwärtsgang gleichzeitig passieren können und diese bei denen man Waschpulver und Reinigungsmittel unmittelbar neben Babynahrung findet.

Die Warteschlange

Neulich im Discounter: Eine ewige und nicht enden wollende Schlange von Menschen und wie üblich bei nur einer geöffneten Kasse. Zum einen gibt es da das super motivierte Personal, das ihren Job mit Hingabe ausführt und anscheinend immer dann Dienst hat wenn ich einkaufen gehe. Somit passt sich die Geschwindigkeit das Warenbands direkt und proportional an die Stimmung der Mitarbeiterin an.

Zum anderen kann man die von Freude geprägte Sozialkompetenz der Kassenmitarbeiterin beobachten. Beispielhaft und ohne Gleichen. Man höre sich nur den Dialog an, welcher stattfindet wenn das Personal probiert zu erklären, dass die Aktionsware – buntes Plüschobst – nur mit Sammelpunkten erhältlich ist. “Geht nicht!” . .. “Warum nicht?” .. . “Nur Sammelpunkte!” . .. “????”. Oder wenn doch jemand darum bittet eine weitere Kasse öffnen zulassen … Schweigen und Resignation! Das traurige Standardprogramm.

Opportunitätskosten und Zeit

Doch um auf den eigentlichen Opportunitätskosten-Begriff zurückzukommen: Worauf ich hinaus möchte ist die Zeit die ich in der Warteschlange verbringe, kostbare Lebenszeit oder Zeit in der Ich hätte Arbeiten können. Genau diese beschreibt die Opportunitätskosten. Angenommen ich berechne mir ein bescheidenes Nettogehalt von 15 Euro die Stunde und verbringe genau 20 Minuten in der Warteschlange. So belaufen sich die Opportunitätskosten auf exakt 5 Euro.

So wird aus meiner einfachen Tüte Gummibären, am Nachmittag, schnell ein echtes Luxusgut!

Der Kredit

Zweites Beispiel: Angenommen ich leihe der überaus freundlichen Benny-Mitarbeiterin Geld, sagen wir für einen Motivationskurs oder einer Veranstaltung für Sozialkompetenz. Natürlich verleihe ich das Geld zinslos, da ich Mitleid habe und es außerdem als Investition in meine Zukunft ansehe.

ABER, ich könnte das Geld genauso gut anlegen, zu einem moderaten Zinssatz. Hier entstehen wieder Opportunitätskosten. Denn genau der Betrag, welcher mir durch das Nicht-Anlegen des Geldes entgeht, stellen die Alternativkosten (Opportunitätskosten) dar.

Opportunitätskosten

Zusammenfassend können die Opportunitätskosten wie folgt beschrieben werden: Opportunitätskosten stellen entgangene Erlöse dar, welche entstehen können wenn vorhandene Opportunitäten (Möglichkeiten) zur Nutzung von Ressourcen, nicht wahrgenommen werden.

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MrKnowing

Programmierer und Wissensnerd! Kontaktiere mich auf Google+ oder einfach per Mail danny@mrknowing.com

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